Für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Wirtschaft

Das UnternehmensForum hat aktuelle Entwicklungen im Blick: Egal ob inklusionsstarke Veranstaltungen oder neue Projekte, hier finden Sie aktuelle Informationen aus dem Tätigkeitsbereich der Arbeitgeberinitiative.

Gruppenfoto mit allen Teilnehmenden des UF-Fachtags in Beiersdorf
27. September 2023

Innovationen und Instrumente für mehr Inklusion

Inklusion braucht Wegbereiter:innen – das zeigte einmal mehr das Fachtreffen des UnternehmensForums bei der Beiersdorf AG in Hamburg. Im Mittelpunkt des Austausches standen Innovationen und Instrumente, die Inklusion im Unternehmen implementieren. 

„Es ist wichtig, dass wir die Belegschaft für das Thema sensibilisieren, aber auch als Führungskräfte, die Dinge verändern und auf den Weg bringen müssen“, erklärte die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Beiersdorf AG und Gastgeberin des Treffens, Prof. Manuela Rousseau. Deshalb hat man bei Beiersdorf die Ausstellung „Innoklusio“ zusammen mit Dialogue Social Enterprise durchgeführt.

Dass es bei der Ausstellung um Innovation und Inklusion geht, verrät schon der Name. Ihr Ziel: Unternehmen für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben zu sensibilisieren. Und das ist gelungen. Übrigens nicht nur bei Beiersdorf, sondern auch bei Boehringer Ingelheim, wie Olaf Guttzeit, Inklusionsbeauftragter bei Boehringer Ingelheim und Vorstandsvorsitzender des UF berichtet. „Die Ausstellung ist ein hilfreiches Instrument, um in Unternehmen eine Kultur der Inklusion dauerhaft zu etablieren“, so seine Einschätzung.

KPI für Inklusion

Kann man eigentlich den Grad von Inklusion in Unternehmen messen – und vergleichbar machen? Diese Frage beschäftigt Expert:innen, die für Inklusion in den Unternehmen zuständig sind, schon länger. Fest steht, dass die nachhaltige Implementierung von Inklusion auch Messwerte braucht. KPIs, also Key Performance Indicators oder auch Kennzahlen für den Erfolg oder die Leistung einer betrieblichen Einheit. Für Unternehmen, die sich auf eine „Inklusionsreise“ begeben, braucht es am Anfang eine Standortbestimmung und später ein Vergleichsinstrument, um Lessons learned festzuhalten. Nicht zuletzt geht es darum, Wirkung sichtbar zu machen. Das Fachtreffen in Hamburg beschäftigte sich daher auch mit möglichen Messgrößen. Die Beschäftigtenquote ist nur eine davon. Hier wird das UnternehmensForum Empfehlungen erarbeiten.

UN-BRK: Staatenprüfung

Seit 2009 gilt die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland. Im Jahr 2023 fand nun für Deutschland das dritte Staatenprüfungsverfahren statt, in dem der Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderung in Genf die Einhaltung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland prüft. Im Anschluss erteilte der Fachausschuss abschließende Empfehlungen, davon berichtete Michael Herbst (CBM), der vor Ort in New York dabei war. In den so genannten „Abschließenden Bemerkungen“ steht, was Deutschland tun muss, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen – und das ist so einiges. Darunter die verstärkte Nutzung der Ausgleichsabgabe für die Schaffung barrierefreier Arbeitsumfelder. „Es gibt also noch viel zu tun“, so Michael Herbst.

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Präsentation UF-Fachtag